Die richtige Ausrüstung für den Notfall

Erste Hilfe kann Leben retten. Dazu zählen das Absichern der Unfallstelle, der Notruf und die Betreuung des Verletzten. Ein Ersthelfer ruft am Unfallort den Notruf und übt erste Sofortmaßnahmen aus. Dazu zählen die stabile Seitenlage oder die Wiederbelebung. Laut Straßenverkehrsgesetz muss jeder Verkehrsteilnehmer die Grundzüge der Versorgung eines Verletzten beherrschen oder Erste Hilfe leisten können. Gemäß § 19 Fahrerlaubnisverordnung muss jeder, der einen Pkw-Führerschein macht, den Lehrgang und Kurs „Lebensrettende Sofortmaßnahmen“ besuchen. Eine Fortbildung empfiehlt sich. Ebenfalls gesetzlich verpflichtend sind in allen EU-Ländern Erste-Hilfe-Sets, die immer im Fahrzeug mitgeführt werden müssen.

Was muss im Verbandkasten drin sein?

Vorgeschrieben sind ein DIN 13164 Verbandkasten, auch DIN 13164-B, KFZ- Verbandkasten oder Verbandtasche genannt. Darin muss Folgendes enthalten sein: ein Heftpflaster (DIN 13019-A, 5 m x 2,5 cm), vier Wundschnellverbände (DIN 13019-E, 10 cm x 6 cm), zwei Verbandpäckchen (DIN 13151-M), ein Verbandpäckchen (DIN 13151-G), ein Verbandtuch (DIN 13152-BR, 40 cm x 60 cm), ein Verbandtuch (DIN 13152-A, 60 cm x 80 cm), sechs Kompressen (10 cm x 10 cm), zwei Fixierbinden (DIN 61634-FB-6), drei Fixierbinden (DIN 61634-FB-8), zwei Dreiecktücher (DIN 13 168-D), eine Rettungsdecke (210 x 160 cm), eine Erste-Hilfe-Schere (DIN 58279-A 145), vier Einmalhandschuhe (DIN EN 455), eine Erste-Hilfe-Broschüre, zwei Feuchttücher zur Hautreinigung, ein 14-teiliges Fertigpflasterset und ein Verbandpäckchen.

Warndreieck und Warnweste

Um bei einem Unfall oder einer Auto-Panne abgesichert zu sein, sind ein Warndreieck und eine Warnweste ebenfalls unverzichtbar. Seit Juli 2014 gilt in Deutschland neben der Verbandkasten- und Warndreieck-Pflicht auch eine Warnwesten-Pflicht. Die Warnweste muss rot, orange oder gelb sein und der DIN EN 471 bzw. EN ISO 20471 entsprechen. Damit die Warnweste im Notfall schnell griffbereit ist, bewahrt man sie am besten im Handschuhfach oder hinter dem Fahrersitz auf.