Standheizung einbauen lassen – für gemütliche Wärme im PKW

Viele kennen das winterliche Leid: Kälte im Auto. Wer bei Minusgraden großen Wert auf angewärmte Luft im Innenraum legt, für den dürfte das Thema Standheizung von Interesse sein. Diese sorgen bereits vor Antritt der Fahrt für wohlige Wärme und können in fast jedem Fall nachgerüstet werden. Möchten Sie eine Standheizung kaufen, werden Sie die Modelle dieser bekannten Hersteller finden:

  • Planar
  • Eberspächer
  • Webasto

Da Standheizungen nicht zur Grundausstattung eines Fahrzeugs gehören, sind diese getrennt vom Motor funktionsfähig und heizen, auch wenn dieser stillsteht. Worin sich die Geräte unterscheiden, wie sie funktionieren und welche Kosten Sie für die Nachrüstung einplanen sollten erfahren Sie im folgenden Beitrag.

Antriebsarten von Standheizungen im Pkw

Generell lassen sich zwei verschiedene Systeme von Heizungen im Fahrzeug unterscheiden. Eine sogenannte Zuheizung wird werksseitig vom Hersteller in den Pkw eingebaut und gehört somit zu dessen Grundausstattung. Diese wird nicht extra angeschaltet, sondern vom System bei entsprechendem Wärmebedarf elektrisch oder durch Verbrennung in Betrieb gesetzt. 

Im Gegensatz dazu gibt es Standheizungen, die gleichzeitig den Motor erwärmen oder speziell nur dafür ausgelegt sind, den Innenraum Ihres Wagens zu erhitzen. Diese lassen sich entsprechend ihrer Funktionsweise und des Antriebs in zwei verschiedene Arten untergliedern:

  • Luftheizung
  • Wasserheizung

Luftheizung – Antrieb durch Kraftstoff oder elektrisch

Wie es der Name schon verrät wird bei diesem Modell heiße Luft direkt in den Innenraum des Fahrzeugs geleitet, die vorbei an einem Wärmetauscher, Glühkerzen und einem Glühstrumpf in den Wagen befördert wird und für gemütliche Temperaturen, jedoch nicht für einen angewärmten Motor sorgt. Das recht großformatige Gehäuse mit Brennkammer wird dabei direkt im Inneren oder auch unterhalb des Fahrzeugs verbaut und ist bereits für etwa hundert Euro als günstige Möglichkeit erhältlich. Luftheizungen werden mittels Kraftstoff oder elektrisch betrieben und benötigen keinen langen Vorlauf des Aufheizens. Aufgrund des mächtigen Heizgehäuses sind diese Modelle vornehmlich für große Fahrzeuge wie Vans oder Limousinen geeignet.

Wasserheizung – kabellos und kompakt

Als etwas teurere, aber auch praktischere Variante erweist sich die Wasserheizung als sinnvolles Upgrade in Ihrem Fahrzeug. Ähnlich wie die Luftheizung pustet dieses Gerät warme Luft durch die Luftschlitze, wird jedoch über die Autobatterie betrieben. Der Unterschied besteht allerdings darin, dass die Wasserheizung in den Kühlwasserkreislauf des Fahrzeugs integriert wird, dieses für die Belüftung nutzt und deshalb im Motorraum platziert wird. Somit lassen sich Modelle dieser Art auch in kleinen Pkws einsetzen und sind wegen ihres Antriebs durch einen Brenner nicht auf externe Stromquellen angewiesen.

Was verbraucht die Standheizung?

Je mehr Extrafunktionen Ihr Auto besitzt, desto mehr Extraenergie wird benötigt, um den vorhandenen Luxus zu genießen. Je nach Modell können Energiemenge und Spritverbrauch einer Standheizung im Wagen variieren. Eine durch den ADAC verkündete Faustregel besagt, dass 100 Watt Leistungsaufnahme einem Mehrverbrauch von 0,1 Liter Sprit je Kilometer entsprechen. Das bedeutet, dass bei einer Aufwärmphase von 30 Minuten etwa 0,3 bis 0,8 Liter an Sprit aus dem Tank verbraucht werden. Im Allgemeinen geben die Hersteller dabei einen Bedarf zwischen 0,6 und 1,7 Liter Sprit je Stunde an.

Faustregel: Möchten Sie eine Standheizung kaufen, sollte Ihre Fahrtzeit damit mindestens genauso lang andauern wie die Aufwärmphase!

Wie hoch sind die Anschaffungskosten bei einer Standheizung?

Die Standheizung gehört nicht zur Grundausstattung eines Pkws, allerdings kann diese bei nahezu jedem Fahrzeug nachgerüstet werden. Hier sollten Sie unbedingt den Fachmann hinzuziehen, da diese an die Kraftstoffleitung, den Kühlwasserkreislauf und die Autobatterie angeschlossen wird und ein Eingriff in die sensiblen Bordelektronik erforderlich wird. Unsere Partner von AUTOTEILEPLUSSERVICE stehen Ihnen dabei in Ihrer Nähe hilfreich zur Seite. Bei Leistungen dieser Art sollten Sie mit einem Budget von über 1000 Euro rechnen, welches sich je nach Größe des Pkws im unteren oder oberen Bereich einpendelt. Mittelgroße Fahrzeuge verlangen für das Gerät inklusive Einbau etwa 1300 Euro, was bei größeren Pkws auf eine Summe von 1700 Euro und mehr steigen kann.

Standheizung kaufen, einbauen & nachrüsten: Welche Voraussetzungen braucht mein PKW?

Der Einbau einer Standheizung verlangt Erfahrung und Expertenwissen, da diese mit dem gesamten Heizsystem und der nicht ganz ungefährlichen Kraftstoffleitung des Pkws verbunden werden muss und ins Innere des Wagens montiert wird. In der Autowerkstatt sollten Sie deshalb mit mindestens einem Tag rechnen, den die Profis für die Installation benötigen. Grundsätzlich kann jedes Auto mit einer Standheizung ausgestattet werden, insofern die benötigten Komponenten vorhanden sind oder nachgerüstet werden können.

Achtung: Für Kurzstreckenfahrer ist der Einbau einer Standheizung nicht zu empfehlen, da dadurch eine leere Batterie riskiert wird und sich Aufwand, Kosten und Nutzen nicht ausgleichen.

Den Anschluss an den Tank, die Kühlwasserelektrik und die Bordelektronik nehmen die Kfz-Profis der APS Autowerkstätten in Ihrer Nähe mit geübten Handgriffen vor. Ein solches Gerät braucht außerdem genügend Platz im Auto, sodass Sie sich bei einem Kleinwagen vorher besser beraten lassen, ob eine Montage sinnvoll ist.

Wie funktioniert eine Standheizung eigentlich?

Wie es der Name schon verrät dient eine Standheizung dafür, den Wagen aufzuwärmen, ohne die Nutzung des Pkw-Motors. Unterscheiden lassen sich diese in elektro- und brennstoffbetriebene Geräte, wobei die zuletzt genannten noch einmal in Luft- und Wasserheizung unterteilt werden. Um die Elektroheizung in Gang zu bringen, ist eine externe Stromquelle mit 230 Volt notwendig, die sich idealerweise in der hauseigenen Garage befindet. Kraftstoffbetriebene Modelle nutzen den fahrzeugeigenen Treibstoff.

Der Aufbau einer Standheizung lässt sich in drei Komponente Unterteilen:

  • Das Heizgerät
  • Das elektronische Steuergerät
  • Das Bedienelement zum Einschalten und Programmieren

Grundsätzlich arbeiten Standheizungen so, dass Luft oder Wasser erhitzt und anschließend durch das Gebläse in den Innenraum des Wagens geleitet werden. Einige Modelle wärmen zusätzlich den Motor an, was dem Kaltstart entgegenwirken kann. Bedienen lassen sich die Geräte mittels Zeitschaltuhr oder Funkfernbedienung, die oftmals eine Reichweite von bis zu 1 km besitzt. Innovative Standheizungen lassen sich bereits über das Smartphone bedienen, sodass Sie sich schon im Voraus das kühle Auto aus der Ferne aufwärmen können.

Eine Standheizung muss nach dem Einbau nicht gewartet werden. Ihre Lebensdauer entspricht der des Pkw, sodass sich die einmaligen Anschaffungskosten lange Zeit lohnen!

Welche Vorteile habe ich mit einer Standheizung im Auto?

Eine Standheizung bedeutet nicht allein, dass der anfängliche Aufenthalt im eigenen Pkw bei kalten Temperaturen angenehmer gestaltet wird. Neben diesem Luxuseffekt bringt dieses Gerät weitere wesentliche Vorzüge mit sich:

  • Komfort durch das vorgeheizte Auto
  • Vermeidung von Frost an den Scheiben, Schlüsselloch, Türrahmen
  • Anlassen mit aufgewärmtem Motor
  • Höherer Wiederverkaufswert des Autos
  • Kühlfunktion im Sommer
  • Nach Einbau wartungsfrei